Die scheinbar unendliche Geschichte mit meiner PV- Anlage

Die PV Module waren auf dem Dach installiert, die Geräte hingen an der Wand, die interne Sicherung der Batterie löste nun endlich nicht mehr aus und alle kommunikationsrelevanten Kabel steckten in einem Switch; das Werk war nach wochenlanger Sisyphusarbeit vollbracht! So zumindest muss sich das die installierende Firma meiner 5,56kWp großen Anlage mit Energiespeicher gedacht haben. Die Tatsache, dass ich keinerlei Datenfluss in Richtung meines PCs hatte, zudem auch keine Information über auswertende Programme erhielt, störte wohl anfangs nur mich. Da die Einrichtung der Anlage offiziell als ‚erfolgt‘ betrachtet wurde und Anfragen meinerseits ins Leere liefen, stürzte ich mich selbst in Anleitungen und Blog-Beiträge. Wenige Tage später war eine fragile Internetverbindung per WLAN hergestellt und die Anlage konnte im Sunny Portal registriert werden.

 

Da nun Grundsätzliches in Eigenleistung gelöst war, konnte ich mich des nächsten Problems annehmen: der Batterie. Die Anlage lud sehr wohl in diese, jedoch konnte ich nicht glauben, dass die Grundlast eines Hauses nur 40W betragen sollte. Ich bat den Installateur um ein Statement: alles korrekt verbaut war die Antwort! Schnell waren ein paar Bilder gemacht und ich wandte mich an das Photovoltaikforum, um dort Tipps und Hinweise zu bekommen.

Da traf ich auf Matthias, er nahm sich viel Zeit für mich und trat sogar telefonisch mit mir in Kontakt. Schnell stellte er fest, dass der interne Zweirichtungszähler an einer falschen Stelle saß und überdies falsch verkabelt war. Darüber hinaus, war   der Batteriewechselrichter auch falsch abgesichert. Dies bestätigte auch ein von der Firma extra beauftragter SMA Techniker. Dieser Schuss mag wohl nach hinten losgegangen sein, da man den renitenten Kunden hier eher eine ‚Lektion‘ erteilen als schlussendlich wie blamiert dastehen wollte.

Wie dem auch sei, Matthias schlug DLAN zur besseren Kommunikation mit dem Internet vor, sodass ab diesem Zeitpunkt die Anlage nun endlich intern technisch korrekt lief. Ich richtete ihm einen Account im Portal ein und alsbald gab er mir erste Hinweise auf ein weiteres tiefgreifendes Problem. Die Verschattung, die der installierende Betrieb als ‚vernachlässigbar‘ beschrieben hatte, machte sich massiv bemerkbar. Eine Reaktion wurde -wie gehabt- vertagt und wieder einmal musste Eigeninitiative her. Ein halbes Dutzend Birken und eine Fichte auf öffentlichem Gelände sollten gefällt werden. Matthias riet mir an, dem zuständigen Amt gegenüber weniger die PV Anlage, sondern eher die Vermoosung des Rasens und das verminderte Wachstum diverser Gartensträucher in den Vordergrund zu stellen. Das funktionierte wunderbar und das Thema Verschattung konnte somit minimiert werden. Energiebilanzen, die nur ein paar Tage auseinander liegen, sprechen Bände ( siehe Bild). Die Bilanzen, ließen jedoch auch erkennen, dass die auf dem Westdach installierten Module lediglich eine geringe Ausbeute lieferten und jener String grenzwertig für den Betrieb am eingesetzten Wechselrichter ausgelegt war. Dies schlug sich in unvollständigen Ladezyklen der Batterie bei passablen Wetterbedingungen nieder.

 

Die Idee einer Erweiterung kam in mir auf und ich setzte sie zeitnahe mit Matthias um.

  • Der Weststring bekam einen korrekt dimensionierten Wechselrichter (SMA Sunny Boy 1.5), sodass der Betrieb auf lange Sicht gewährleistet sein wird. (Stichwort: Mindesteingangsspannung).

 

  • Das Ostdach, welches nun eine hervorragende Ausbeute liefert, wurde mit 10 PV Modulen (Heckert NeMo 60P) versehen und ein Wechselrichter (SMA Sunny Boy 2.5) installiert.

 

  • Das Süddach erhielt 3 zusätzliche Module, sodass nun in Summe 9,01kWp zur Verfügung stehen und die lästigen Sorgen um die Batterie in die wirklich schlechte Jahreszeit verschoben werden konnten.

 

 

 


Eine zuvor bereits vorhandene Wärmepumpe wurde mit Matthias Hilfe endlich in den Smart Grid Modus versetzt und per SMA Funksteckdosen ins Sunny Portal integriert.

 

 

 

Ich bin Matthias für seine Hilfe und auch für seine Geduld sehr dankbar und habe mich außerdem über die fairen Preise und die detailgenaue Planung der Erweiterung gefreut.

 

Save-with-Sun

 jetzt kann es auch bei mir losgehen.

 

Henning

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